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Spielen - Wichtig für die Entwicklung des Kindes

Wenn Kinder spielen, dann spielen Sie meist auf eine vielfältige Art und Weise. Nicht allein das Spielen mit unzähligen Brettspielen oder die Fülle von Spielzeugen macht es so wertvoll für die Entwicklung eines Kindes. Kleinkind sitzt auf dem Boden und spieltSpielen ist wichtig für Kinder / Foto: © Florian Villesèche Vielmehr ist es die Anwendung von Gegenständen, die dazu beiträgt, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Sie entdecken neue Möglichkeiten und erforschen ihre Umgebung. Auf diese Weise lernen sie viel über sich selbst und ihr soziales Umfeld. All das, was sie tagtäglich beobachten, versuchen sie spielend nachzustellen. So lernt das Kind Schritt für Schritt während des Spielens.

Babys Entdeckerdrang
Die Entwicklung eines Kindes beginnt sehr früh. Bereits in einem Alter von einem Jahr lässt es mit großer Freude diverse Gegenstände nach unten fallen. Mit Erstaunen stellt es dann fest, dass die Dinge auf dem Boden liegen bleiben. Dieser Prozess kann beliebig wiederholt werden. Was die Person, die den Gegenstand immer wieder aufhebt, eventuell nicht sehr amüsant findet, macht dem Kind aber riesigen Spaß und vermittelt ihm erste Erfahrungen über die Natur von Gegenständen. In dieser frühen Phase der Entwicklung nimmt ein Kind zudem alles in den Mund. Dies ist seine Art der Erforschung. Erst später entdeckt es die Funktionen eines Spielzeuges. Die ersten sind dabei, etwas zu öffnen und zu schließen sowie ein- oder auszuschalten. Hat das Kind diese Dinge herausgefunden, weiß es schon bald mit ganz gewöhnlichen Alltagsgegenständen, wie zum Beispiel einer Haarbürste, umzugehen.

Spielen ist für Kinder wichtig
Im Laufe der Zeit regt das Spielen immer mehr die Fantasie des Kindes an. Folglich beginnt es, alle möglichen Situationen nachzuspielen. Mädchen kümmern sich um ihre Puppe, füttern und windeln sie. Jungen spielen Rennen mit ihren Spielzeugautos nach. In der weiteren Entwicklung schlüpft das Kind oftmals selbst in eine Rolle, spielt mit Geschwistern oder Freunden ganze Abläufe nach. Dies können Szenen auf einem Bauernhof, Einkaufen, Essen und Kochen oder Arzt und Patient sein. Diese Phase beginnt frühestens ab einem Alter von drei Jahren. Je älter ein Kind wird, desto komplexer werden auch die Spiele. In jeder Entwicklungsstufe lernt es neue Dinge hinzu. Erst wenn alle vorigen Phasen abgeschlossen sind, ist es sinnvoll, auch Regelspiele einzubringen. Nun kann man Brettspiele mit dem Kind spielen und ihm zeigen, wie man Regeln einhält, verändert oder sogar schummelt.

Altersgerechte Spielsachen
Spielen ist also sehr wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Genauso wichtig ist es, die Spielsachen dem Alter anzupassen. Hier gilt: Weniger ist mehr. Zuviel Spielzeug führt schnell zu Desinteresse. Das Kind kann sich nicht auf eine bestimmte Sache konzentrieren. Außerdem finden das eigentliche Spiel, das Lernen und die Entwicklung eher im Alltag statt. Für Kinder sind das in dem Fall der Spielplatz, der Kindergarten, der Wald oder die Küche. Hierbei müssen auch Dinge schiefgehen, damit sie Erfahrungen sammeln und Kreativität entwickeln. Jedes Kind sollte daher aktiv in den familiären Alltag einbezogen werden. Dabei dürfen Raum und Zeit für das kindliche Toben und Spielen nicht fehlen. Wenn ein Kind seinen eigenen Ideen nachgehen darf, entwickelt es sich am besten. Unterstützen die Eltern die Impulse des Kindes, werden alle Spaß am Spielen und an der Entwicklung haben.
Text: S. H.