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Kinderferienlager - Abenteuer oder Heimweh?

Spätestens im Grundschulalter kommt in zahlreichen Familien das Thema Kinderferienlager auf den Tisch. Und je Kinder im FerienlagerSo ein Kinderferienlager macht Spaß!
Foto: © Christian Schwier
nach eigenen Erfahrungen reagieren Eltern unterschiedlich darauf. Brauchen Kinder ein Ferienlager unbedingt? Ist es ein Ersatz für den Familienurlaub und für welche Charaktere sind die Camps an sich geeignet?

Fragen Sie Kinder, die schon einmal in einem Ferienlager waren, nach ihren Eindrücken und Erfahrungen, so werden Sie Worte wie "super", "cool" und "affenstark" vernehmen. Interessanter Weise sind es oft die Eltern, die skeptisch auf das Thema blicken, sind doch so viele Fragen offen. Schafft das mein Kind? Wird es Heimweh haben? Ist es auch sicher? Die Kinder selbst stehen den Tagen "Elternfrei" offen und voller Neugier gegenüber. Versprechen Sie doch Abenteuer, Spaß und erlebnisreiche Tage mit neuen Freunden. Der Schulstress kann endlich vergessen werden und die Alltagssorgen der Kinder rücken wenigstens zeitweise in den Hintergrund. Der positive Nebeneffekt für die Eltern: Zeit für sich und ein paar Tage nicht für das Kind die Verantwortung übernehmen zu müssen.

Was kostet ein Besuch im Kinderferienlager?
Kinderferienlager werden von gemeinnützigen Vereinen, Kirchen, freien Trägern oder Gemeinden organisiert. Sie liegen ganz unterschiedlich im Preis. Die Woche kann so zwischen einhundert und dreihundert Euro im Schnitt kosten. Abhängig ist dies natürlich von der Entfernung zum Urlaubsort, dem Transportmittel und den Leistungen vor Ort. Kinderferienlager werden fast ausschließlich mit Vollpension angeboten. Zusatzkosten fallen bei einigen Anbietern noch extra an, etwa für Ausflüge und Unternehmungen.

Das sollten Sie bei der Entscheidung bedenken
Dies ist natürlich kein preiswertes Vergnügen. Und so überlegen manche Eltern, ob das Kinderferienlager eine Alternative zum jährlichen Familienurlaub ist. Doch dies ist ein zweischneidiges Schwert. Im Familienurlaub finden Eltern endlich Zeit für ihre Kinder, die sie im Berufsstress und dem alltäglichen Trubel zu Hause oft nicht finden. Diese Zeiten sind unersetzlich und wichtig für Eltern und Kinder. Der Familienverband ist eine ganz andere Art Urlaub und kann eigentlich nicht durch ein Ferienlager ersetzt werden. Vielmehr verstehen sich Kinderferienlager als Ergänzung zu den Ferien mit den Eltern. Denn sie fördern die Selbstständigkeit und Souveränität der Kinder. Im Camp, ohne Eltern, genießen die Kinder eine individuelle Betreuung und müssen im altersgerechten Rahmen selbstständig und auch innerhalb der Gemeinschaft agieren und ihren Platz finden. Das stärkt den Charakter der Kinder. Sie sind stolz auf das Erlebte und ihre Erfahrungen. Die soziale Kompetenz der Kinder wird gefestigt. Große Pluspunkte der Ferienlager sind die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder und damit auch des Selbstvertrauens - Erfahrungen, die sie für ihr Leben gut brauchen können.

Funktionieren kann dies jedoch nur, wenn das Kind auch von allein eigenständig verreisen möchte. Ein Kind zu zwingen, einige Tage ohne die Eltern zu verbringen, kann zu einem absoluten Vertrauensbruch innerhalb der Eltern-Kind-Beziehung führen. Kinder, die bereits Probleme damit haben, ein bis zwei Nächte bei den Großeltern oder im Freundeskreis zu verbringen, werden wahrscheinlich nicht glücklich in einem Ferienlager werden.

Die Ferienlager, die auch Feriencamps genannt werden, bieten eine Fülle an Abenteuern und Spaß. Je nach Region und Art der Reise erwarten die Kinder Sport, Baden, Skifahren, Städtetouren und vieles mehr. Die Abende Ausflug bei einer JugendreiseAuch Ausflüge kann man bei einer Jugendreise buchen
Foto: © BabylonDesignz
am Lagerfeuer, Radtouren und unendliche Runden um die Tischtennisplatte bleiben den Kindern lang in Erinnerung. Abends länger aufbleiben dürfen und noch lange in den Doppelstockbetten tuscheln und erzählen, dies ist ein Spaß den nur Kinder perfekt beherrschen. Den Kindern stehen Betreuer zur Seite, die sie in der Zeit anleiten und immer ein Ansprechpartner für sie sind. Die oft noch jungen Erwachsenen, zum Beispiel Studenten oder Abiturienten, leisten gute Arbeit und finden oft einen schnellen Draht zu den Kindern. Sie sind für die Aufsichtspflicht verantwortlich und übernehmen die Fürsorge für die Gruppe. Nicht selten haben sie sogar eine pädagogische Ausbildung oder mindestens den Jugendleiterschein. Er besagt, dass die Begleiter Ihres Kindes in der Jugendbetreuung ausgebildet wurden und sich unter anderem auch mit dem Jugendschutzgesetz auskennen.

Worauf sollten Sie beim Buchen einer Jugendreise achten?
- Kleine Gruppen sind ideal für eine optimale Betreuung Ihres Kindes.

- Buchen Sie nur Reisen mit ausgebildeten Betreuern.

- Achten Sie auf Vollpension.

- Um zusätzliche versteckte Kosten zu vermeiden, informieren Sie sich besser im Voraus über eventuelle Zusatzgebühren wie zum Beispiel Bettwäsche, Skiverleih, Ausflüge usw.

- Achten Sie auf die Erreichbarkeit des Veranstalters.

- Ein Ferienlager ist eine Reise, die ein Veranstalter durchführt. Er muss den Reisepreis über den Deutschen Reisesicherungsschein gegen Insolvenz absichern.

- Eine Reiserücktrittsversicherung erspart Ihnen Stornierungsgebühren im Falle eines Rücktritts.

- Geht die Reise ins Ausland, so denken Sie an die Auslandskrankenversicherung.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass Kinder in der Regel gestärkt aus einem Kinderferienlager hervorgehen. Denn von mehr Eigenverantwortung und ihrer neu gewonnenen Selbstständigkeit werden sie noch lang profitieren. Und viele neue Freunde gibt es zudem noch obendrauf.
Text: C. D.

Beliebte Regionen für Jugendreisen:
Brandenburg (Spreewald)
Sachsen (Erzgebirge, Elbsandsteingebirge)
Mecklenburg-Vorpommern (Ostsee)
Berlin